Muscheln

Die wohl häufigsten Makrofossilien im Muschelkalk sind Muscheln - das kommt auch schon im Namen dieser marinen Schichten zum Ausdruck. Unter den Muscheln sind mehrere Gruppen besonders häufig: Palaeotaxodonta (z.B. Palaeonucula), Bakevellien und Gervillien, Kamm- oder Pilgermuscheln (Pectinacea im weiteren Sinne), die austernähnlichen Terquemiidae mit mehreren Gattungen sowie die mehr oder weniger dreieckigen Myophorien. Dazu gesellt sich eine große Anzahl weiterer Arten, die manchmal nur in eng begrenzten Horizonten (Biomarker- oder Event-Horizonte) vorkommen. Muscheln und Schnecken sind lokal als kalzitische Ersatzschalen überliefert. An solchen Stellen kann man besonders gutes Fossilmaterial gewinnen, das wegen seiner vorzüglichen Erhaltung von besonderem wissenschaftlichen Interesse ist.