Kopffüßer (Cephalopoda)

Die fossilen Kopffüßer der Trias gehören zur Gruppe der Nautiliden (entfernt verwandt mit dem heute noch vorkommenden Nautilus) und zur ausgestorbenen Gruppe der Ammoniten. Beide Gruppen zeigen ein spiral eingerolltes, gekammertes Gehäuse. Die Kammern werden durch Querwände (Septen) getrennt. Die Septen verursachen die charakteristische Lobenlinie der Nautiliden- und Ammonitensteinkerne - ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Nautiliden besitzen einfache Lobenlinien, Ammoniten zeigen wesentlich komplexere Muster. Im Muschelkalk sind Vertreter der Gattung Germanonautilus recht häufig anzutreffen, während Pleuronautilus eine extrtem seltene Art aus dem Schaumkalk ist. Unter den Ammoniten dominiert die Gruppe der Ceratiten. Im Unteren Muschelkalk noch sehr selten (z.B. Serpianites), stellen sie charakteristische und wichtige Leitfossilien im Oberen Muschelkalk. Auch die im Röt und Unteren Wellenkalk verbreitete Gattung Beneckeia gehört zum weiteren Verwandtschaftskreis der Ceratiten. Hungarites Balatonites, Judicarites und Parapinacoceras sind weitere, sehr seltene Gattungen des Unteren Muschelkalks, letztere mit sehr großen Vertretern im Schaumkalk (P. dux). Gerade der Freyburger Schaumkalk hat früher wichtige Fundstücke der sehr seltenen Ammoniten geliefert. Sie sind von großer Bedeutung für die biostratigraphische Korrelation mit Schichtenfolgen aus dem Tethys-Ozean jener Zeit.